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Hamburg – Das U-Bootmuseum U-434

Weihnachten in Hamburg macht schon von vorn herein wenig Hoffnung auf gutes, vielleicht sogar sonniges Wetter. 2011 war es im Grunde permanent wolkenverhangen, nieselig und naßkalt. Die Stadterkundung macht da  deutlich weniger Spaß als bei zumindest trockenem Wetter.
Am alten Fischmarkt bin ich natürlich auch vorbei gekommen und habe das U-Boot gesehen, von dem ich bereits im Hamburg-Reiseführer gelesen habe. 9€ eintritt haben mich zuerst überlegen lassen, denn wie lange ist man denn da schon drin? 30 Minuten? Ich habe mich dazu durch gerungen und bin im Nachhinein alles andere als enttäuscht. Das war echt eine interessante Erfahrung. Diese Enge, der Geruch, die alte faszinierende Technik und dabei der Gedanke mit zahlreichen Kammeraden Wochen, wenn nicht gar Monate in dieser Dose eingesperrt zu sein. Vielleicht unter Feindbeschuß im eiskalten Polarmeer. Kein ansprechender Gedanke!
Ich hatte das U-Boot für mich ganz alleine, das war toll. So konnte ich mir alles genau ansehen, Filmen und auf mich wirken lassen. Am pregnantesten Eindruck habe ich die Enge mitgenommen. Ich bin 1.89m groß und hatte bereits Probleme mit der Schulterbreite, ganz zu schweigen vom Kopf. Geduckte Haltung war die ganze Zeit angesagt. Die wassersichten, runden Schotten waren unbeschreiblich klein. Wie sind die da im Notfall durch gekommen? Vielleicht fehlt mir auch nur ein weiteres Gelenk im Bein…
Alles in Allem war es eine gelungene Sache. Der Eintritt ist nicht billig aber "preiswert". Für Technikenthusiasten ganz klar ein MUß, aber natürlich auch für diejenigen, die mehr über den Krieg und die Menschen wissen wollen. Mir hat es Spaß gemacht, so für mich ganz alleine im eisernen Bauch einer dicken Zigarre 🙂

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